Die Anatomie des Trenchcoats

Die Anatomie des Trenchcoats

Der Trenchcoat wurde ursprünglich für militärische Zwecke entworfen. Er sollte leicht und wasserabweisend sein und Bewegungsfreiheit für britische Soldaten schaffen (Erfahre mehr über „die Geschichte des Trenchcoats„). Aufgrund der zu Beginn wichtigen Bestimmung des Trenchcoats hat jedes Designelement eine spezielle Funktion und stellt nicht nur einen modischen Aspekt dar. Wie die Anatomie des Menschen, ist auch die des klassischen Trenchs ziemlich komplex. Daher stellt sich natürlich die Frage: Was hat es also mit den ganzen Einzelteilen des Trench so auf sich?

© Burberry
© Burberry

Doppelreihe Knöpfe:

Ein klassischer Trenchcoat besitzt eine doppelreihige Knopfleiste, auch wenn man heutzutage viele Trenchcoats mit nur einer Knopfreihe sieht. Die zwei Knopfreihen bestanden ursprünglich aus 10 Knöpfen, womit der Trench im Vergleich zu einer einzelnen Knopfreihe besonders winddicht ist. Das Prinzip der doppelreihigen Knopfleiste fand ihren Ursprung bei der Seefahrt, fand später aber großen Anklang beim britischen Militär und wurde übernommen.

Kragen:

Ein Trenchcoat besitzt in der Regel immer einen Kragen. Der Kragen dient dazu einen Schal bei stürmischem Wetter zu ersetzen. Dafür kann man ihn einfach aufstellen und mit einem kleinen Haken vorne schließen. Während des ersten Weltkriegs sollte der Kragen nicht nur vor Wind schützen, sondern auch gegen Giftgas. Die Gasmasken gingen soweit hinunter, dass sie zwischen Hals und Kragen lagen um das Giftgas komplett abzuschirmen.

Innenfutter:

Das herausnehmbare Innenfutter sorgt dafür, dass man den Trenchcoat nicht nur bei stürmischem und kaltem Wetter tragen kann. In der Vergangenheit wurde es zusätzlich auch als Notfalldecke benutzt. Heutzutage besitzt kaum mehr ein Trench ein herausnehmbares Innenfutter.

Taschen:

Es scheint als wären die großen, sehr komfortablen Taschen des Trenchcoats nur ein Designelement. Doch dem ist nicht so. 1914 nutzte man die großen Taschen, um Karten, ein Fernglas oder andere überlebenswichtige Gegenstände zu verstecken.

Gürtel:

Ein typischer Trenchcoat besitzt auch einen Gürtel. Bei schlechtem Wetter kann man diesen eng binden um noch mehr Windschutz zu erhalten. Bei Sonnenschein öffnet man diesen einfach und präsentiert sein tolles Outfit.

Riegel:

Die Streifen auf der Schulter nennt man auch Riegel. Grundsätzlich konnte hiermit der Rang des Soldaten oder des Offiziers deutlich gemacht werden. Nichtsdestotrotz verwendeten auch viele Soldaten die Riegel, um Karten oder Handschuhe zu befestigen.

 

 

D-Ringe:

Die sogenannten D-Ringe sind an der Hüfte, neben dem Gürtel, angebracht. Sie dienten zu Kriegszeiten zum Tragen von Waffen wie Granaten und Schwertern.

Passe:

Die Passe, die sich oben auf dem Rücken befindet, diente früher zur Lüftung des Trenchs. Heute dient sie in der Regel nur noch als optisches Accessoire.

Laschen:

Selbst die Laschen an den Ärmeln haben eine wichtige Funktion. Durch die Schnallen an den Ärmel kann man diese so festziehen, dass kein Regen über die Ärmel in den Trenchcoat gelangen kann. So blieben die Soldaten selbst bei regnerischem Wetter trocken.

Regenblende:

Dieses extra Stück, das sich über der Brust befindet, hat zwei Funktionen. Zum einen soll es verhindern, dass Wasser in den Trench gelangt, und zum anderen diente es als zusätzliche Schutzschicht beim Tragen des Gewehres.

 

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